Thema #3: SchwarzkapplerIn

Thema #3: SchwarzkapplerIn

Ja, in Wien zu leben und keine Öffis zu benutzen ist praktisch unmöglich. Egal wohin man muss, eine Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels ist nie fern, um uns von A nach B zu bringen. Da ist Wien ziemlich gut ausgestattet, muss man zugeben, also kein Wunder, dass sich die Fahrgastzahl langsam einer Milliarde pro Jahr nähern. Hat die Stadt ja bestimmt auch was davon, wenn so viele mit den Öffis fahren und fleißig Einzel-, Wochen-, Monats- oder sogar Jahreskarten kaufen. Oder tun das gar nicht mal so viele Leute? Schließlich hat Wien keine Schleusen bei den Eingängen der U-Bahnen, man muss dem/r BusfahrerIn auch nichts vorweisen und bei der Straßenbahn erst recht nicht. Aber natürlich weiß jedeR hier, welcher Methode sich die Wiener Linien zuwenden: den famosen SchwarzkapplerInnen. Meist an den Ausgängen in leuchtender Weste anzutreffen, aber manchmal auch in den Öffis selbst. Auch zivil schleichen sie sich an beiden Enden hinein und sobald die Türen schließen- Zack! schnappt die Falle zu und die undankbaren SchwarzfahrerInnen, welche auf Kosten Anderer den Wind in ihren Haaren genießen, haben keinen Ausweg mehr. Die FahrscheinkontrolleurInnen kennt man auf jeden Fall.

Aber warum fährt man denn überhaupt schwarz? Sind denn 2,40 € für eine Einzelfahrt wirklich so überteuert wie viele behaupten? Wie stehen wir denn als WienerInnen bzw. ÖsterreicherInnen überhaupt im Vergleich zu anderen Ländern da? Außerdem ist ein Einzelfahrschein eher was für BesucherInnen, oder? Denn die hier Lebenden haben alle ein Jahresticket oder als StudentIn ein Semesterticket. Leuten in anderen Städten meinen, dass 1€ pro Tag oder 75€ im Semester recht faire Preise sind. Fest steht, dass das auch viele WienerInnen finden, denn sehr viele besitzen ein Ticket und die SchwarzfahrerInnenquote fällt in ein Rekordtief. Um genau zu sein so tief, dass die SchwarzkapplerInnen mittlerweile mehr kosten als sie eigentlich einbringen. Ergibt das dann überhaupt noch Sinn? Andererseits kann man sich nicht darauf verlassen, dass jedeR ein Ticket kauft, wenn es unsere SchwarzkapplerIn nicht mehr gibt.

“Urbekannt” zückt wieder Stift und Block, fährt kreuz und quer mit den Öffis durch ganz Wien, um Leute zu finden und zu interviewen, die uns mehr darüber erzählen können. In der ersten Woche im März fragen wir die SchwarzkapplerInnen selbst, was sie von dem Ganzen halten. Wie werden sie von den WienerInnen gesehen und konfrontiert, falls sie einmal einen dicken Fisch gefangen haben? Was sind die meisten, lustigsten und blödesten Ausreden? Mit welchem System gehen sie vor? Gleich in der zweiten Woche setzen wir uns mit BefürworterInnen, GegnerInnen und mit SchwarzfahrerInnen an einen Tisch. Sind die Preise gerechtfertigt oder sollten wir im Jahr 2020 wirklich schon kostenlos Öffis fahren dürfen? Als vorletztes reden wir nochmals mit den Fachleuten dieser Branche. Wie schauts denn wirklich aus: Sind die Tickets wirklich nötig, um den öffentlichen Nahverkehr aufrechtzuerhalten? Werden wir in Zukunft irgendwann mal kostenlos durch Wien düsen dürfen? Und dürfen die SchwarzkapplerInnnen nun die SchwarzfahrerInnen festhalten, oder nicht? Wir geben euch die Antwort, denn es gibt einfach zu viele Artikel im Internet und jeder sagt etwas anderes! Und letztens gibt’s natürlich nochmal die Zusammenfassung mit einer unschädlichen Prise unserer eigenen Meinung dazu.

Wenn ihr es auch nicht mehr aushaltet, bleibt gespannt. Unser Podcast startet am 1.1.2020, das Thema der SchwarzkapplerIn bereden wir im März.

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